Sadhana ist die tägliche spirituelle Disziplin mit Yoga und Meditation.

 

1. Warum dauert ein Sadhana 2,5 Stunden?

 

Die 108 Kundalini-Upanishaden genannten yogischen Schriften rufen zu einem mindestens 2,5-stündigen Sadhana vor Sonnenaufgang auf. Die Dauer von 2 ½ Stunden wird durch das Gesetz des Karmas bestimmt: Alles, was du gibst (1/10 des Tages), wirst du 10-fach zurückerhalten. Wenn du also ein Zehntel des Tages deinem höheren Bewusstsein widmest, wird der gesamte Tag durch die zu dir zurückkehrende Energie abgedeckt.

 

Die Teilnahme eines 2 1/2 stündigen Sadhana am Morgen ist immer für jeden offen und kostenlos bzw. auf Spendenbasis. Vorkenntnisse in Kundalini Yoga sind förderlich aber nicht zwingend notwendig.

 

„Sadhana ist ein Prozess, um die menschliche Bewusstheit zu verfeinern, die alten Muster zu verbrennen und das Unterbewusstsein auszumisten.“ Yogi Bhajan

 

2. Warum findet es vor Sonnenaufgang statt?

 

Vor Sonnenaufgang zu praktizieren ist wichtig, da der Winkel, den die Sonne zur Erde einnimmt, die Meditation unterstützt. Außerdem ist in diesen Stunden sehr viel Prana vorhanden, und die Körperrhythmen sind stärker als während des restlichen Tages darauf ausgerichtet, die körperliche Reinigung zu unterstützen. Nur wenige Menschen sind wach und geschäftig, so dass das Durcheinander und die Betriebsamkeit des Alltags deine Ausübung nicht stören.

 

Yogi Bhajan nach ist die beste Zeit hierfür die frühen ambrosischen Morgenstunden vor Sonnenaufgang zwischen 3:00 bis 7:00 Uhr. In dieser Zeit ist die Energie im Magnetfeld der Erde sehr rein und kräftig. Die Aufnahme von Energie (Prana) ist dann besonders gut möglich.

 

3. Aufbau des Sadhanas

 

JapJi Sahib, Einstimmen, Yoga-Set, Tiefenentspannung, Meditation, Ausstimmen

 

Das "Aquarian Sadhana" umfasst die Rezitation des JapJi ("Gesang der Seele"), Einstimmen, im Anschluss folgt eine klassische Kundalini Yoga-Übungsreihe, Tiefenentspannung mit einer abschließenden 62 minütigen Gesangs-Meditation (Chanten), bestehend aus einer Abfolge von sieben Mantren.

   

4. Warum sollte ich es tun?

 

Sadhana erhöht deine menschliche, biologische Zeit.

 

Einige der schwersten Entscheidungen, die wir in unserem modernen Leben treffen müssen, betreffen die Zeit: Wieviel davon können wir jeder der vielen Aktivitäten in unserem Leben zuteilen? Manchmal haben wir das Gefühl, wir könnten einfach nicht so viel Zeit aufbringen, wie ein regelmäßiges Training erfordert. Wenn du denkst: „Das ist zu viel Zeit. Ich weiß nicht, ob ich so viel Zeit erübrigen kann“, dann überlege einmal Folgendes: Wenn du dir die Zeit für Yoga nimmst, dann bekommst du diese Zeit im Laufe des Tages „zuzüglich Zinsen“ wieder zurück. Du kannst damit sozusagen mehr Zeit schaffen. Wie funktioniert das? Wie kannst du mehr Zeit schaffen, indem du eine halbe bis eine Stunde pro Tag mit Yoga oder einem Sadhana am Morgen widmest? Die Erklärung ist ganz einfach. Du lebst nach der menschlichen, biologischen Zeit und nicht nach der mechanisch messbaren. Diese Art von Zeit ist ergiebiger als die messbare Zeit. Du gewinnst mehr „menschliche Zeit“, wenn du innerhalb der messbaren Zeit mehr erledigst. Du kannst in einen Augenblick mehr Erfahrungen hineinpacken. Du kannst mit deiner Intuition den Fluss der Dinge erspüren und mehr erreichen, weil du mit den Ereignissen synchron bist. Durch Yoga bist du den ganzen Tag über konzentrierter und intuitiver. Du erreichst ständig 80 bis 100 Prozent deiner Spitzenleistung, ohne zwischendurch auf 25 Prozent abzusinken.

 

Selbst kurze Sequenzen (10 – 15 Min.) können dich wieder vital und leistungsfähig machen. Du wirst feststellen, dass du viel produktiver wirst, egal, was du tust. Da du bei deiner Arbeit deutlich vitaler und aufmerksamer bist, wirst du feststellen, dass du mehr nützliche Zeit gewinnst, als du zunächst in das Yoga investiert hast.

 

Neben diesem Zeitbonus gibt es noch einen weiteren Aspekt: Menschen, die regelmäßig Yoga betreiben, berichten von erhöhter „Synchronizität“ – von jenen glücklichen Zufällen, die dich deinem Ziel näher bringt (so als würde dir das Universum irgendwie helfen). Nenne es Intuition oder „helfende Engel“, jedenfalls bringt es dich im Handumdrehen dorthin, wo du hin möchtest. Yoga „stiehlt“ dir also keine Zeit, die du für andere Aktivitäten brauchst. Es schafft Zeit für das, was in deinem Leben wichtig ist. Du steigerst damit deine Gesundheit, hast mehr Freude am Leben und kannst klarer denken.

 

Wenn du über den wöchentlichen Yogaunterricht hinaus die Tiefe des Yoga erfahren und Meisterschaft über dein Leben erreichen möchtest, ist ein eigenes Sadhana essenziell. Es wird von tausenden von Menschen weltweit um die gleiche Uhrzeit praktiziert. Aber du benötigst auch das Teilnehmen am Gruppenyoga, denn es verleiht dir die nötige Stärke und Gruppenbewusstsein.